Welche Nahrungsergänzungsmittel sollte man nicht gleichzeitig einnehmen?

Viele Nahrungsergänzungsmittel lassen sich problemlos kombinieren. Bei einigen Mineralstoffen kann es jedoch sinnvoll sein, sie nicht zur gleichen Zeit einzunehmen, weil sie sich bei der Aufnahme gegenseitig beeinflussen können.
Die kurze Antwort: Besonders bei Eisen, Calcium und Zink lohnt es sich, auf den Einnahmezeitpunkt zu achten. Nicht jede Kombination ist problematisch, aber manche Präparate sollten besser zeitlich getrennt eingenommen werden.
Eisen und Calcium
Eine der bekanntesten Kombinationen ist Eisen und Calcium.
Calcium kann die Aufnahme von Eisen beeinträchtigen. Deshalb wird häufig empfohlen, einzelne Calcium- und Eisenpräparate zu unterschiedlichen Tageszeiten einzunehmen.
Wer beispielsweise morgens Eisen einnimmt, kann Calcium auf eine spätere Mahlzeit verschieben.
Eisen und Zink
Auch Eisen und Zink können sich bei der Aufnahme beeinflussen.
Nach Angaben des NIH kann die gleichzeitige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit 25 mg oder mehr elementarem Eisen die Aufnahme von Zink reduzieren.
Bei höher dosierten Einzelpräparaten kann es deshalb sinnvoll sein, Eisen und Zink nicht zur gleichen Zeit einzunehmen.
Zink und Kupfer
Bei Zink und Kupfer geht es weniger um eine einzelne Einnahme als um die langfristige Dosierung.
Eine dauerhaft hohe Zinkzufuhr kann die Aufnahme von Kupfer beeinträchtigen. Deshalb sollte bei längerfristiger Einnahme höher dosierter Zinkpräparate immer auch die gesamte Nährstoffzufuhr berücksichtigt werden.
Das bedeutet nicht automatisch, dass Zink und Kupfer grundsätzlich nie zusammen eingenommen werden dürfen. Entscheidend sind Menge, Dauer der Einnahme und Zusammensetzung des Produkts.


Ein einfacher Einnahmeplan
Wer Eisen, Calcium und Zink als separate Produkte verwendet, kann die Einnahme beispielsweise so verteilen:
- Morgens: Eisen
- Zu einer späteren Mahlzeit: Calcium
- Zu einer anderen Mahlzeit: Zink
Ein solcher Abstand kann helfen, mögliche Wechselwirkungen bei der Aufnahme zu vermeiden.
Die konkrete Einnahme sollte sich jedoch immer nach der Dosierung und Verzehrempfehlung des jeweiligen Produkts richten.
Worauf sollte man besonders achten?
Wer mehrere Nahrungsergänzungsmittel kombiniert, sollte vor allem:
- die enthaltenen Mineralstoffe vergleichen,
- die Mengen pro Tagesportion prüfen,
- doppelte Inhaltsstoffe vermeiden,
- die jeweilige Verzehrempfehlung beachten.
Auch Medikamente können mit Nahrungsergänzungsmitteln interagieren. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte deshalb ärztlichen oder pharmazeutischen Rat einholen.
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.




