Vitamin D im Herbst und Winter: Was sollte man über Vitamin D wissen?

Vitamin D im Herbst und Winter: Was sollte man über Vitamin D wissen?

Vitamin D im Herbst und Winter: Was sollte man wissen?

Wenn die Tage kürzer werden und wir weniger Zeit im Freien verbringen, rückt Vitamin D wieder stärker in den Fokus. Das Besondere an diesem Vitamin: Unser Körper kann es mithilfe von Sonnenlicht selbst bilden. Gerade in Deutschland verändert sich diese Möglichkeit jedoch deutlich mit den Jahreszeiten.

Doch welche Aufgaben übernimmt Vitamin D im Körper? Warum spielen Herbst und Winter eine besondere Rolle? Und worauf sollte man bei der Vitamin-D-Versorgung achten?

Was ist Vitamin D?

Vitamin D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und nimmt eine besondere Stellung unter den Vitaminen ein. Während viele Vitamine hauptsächlich über die Ernährung aufgenommen werden, kann der menschliche Körper Vitamin D selbst bilden.

Dafür benötigt die Haut UVB-Strahlung aus dem Sonnenlicht.

Wie viel Vitamin D tatsächlich gebildet wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem:

  • Jahreszeit und Tageszeit
  • geografische Lage
  • Aufenthaltsdauer im Freien
  • bedeckte oder unbedeckte Haut
  • Hauttyp
  • Alter

Deshalb lässt sich die körpereigene Vitamin-D-Bildung nicht für jeden Menschen pauschal bestimmen.

Warum ist Vitamin D wichtig?

Warum ist Vitamin D gerade im Herbst und Winter ein Thema?

In Deutschland spielt die Jahreszeit eine entscheidende Rolle bei der körpereigenen Vitamin-D-Bildung.

Während in den sonnenreicheren Monaten Vitamin D über die Haut gebildet werden kann, ist die UVB-Strahlung in Deutschland von Oktober bis März in der Regel nicht stark genug, um eine ausreichende körpereigene Vitamin-D-Bildung zu gewährleisten.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jeder Mensch im Winter einen Vitamin-D-Mangel hat.

Der Körper kann Vitamin D im Fett- und Muskelgewebe speichern. Diese Speicher können einen Teil zur Versorgung während der sonnenärmeren Monate beitragen.

Wie gut die individuelle Versorgung ist, hängt von zahlreichen persönlichen Faktoren ab.

Kann Vitamin D über Lebensmittel aufgenommen werden?

Ja. Allerdings enthalten nur relativ wenige Lebensmittel Vitamin D in nennenswerten Mengen.

Zu den natürlichen Vitamin-D-Quellen gehören beispielsweise:

  • fettreiche Fischarten,
  • Eigelb,
  • einige Speisepilze.

Im Vergleich zur körpereigenen Bildung über die Haut spielt die Ernährung bei der Vitamin-D-Versorgung normalerweise eine geringere Rolle.

Wie hoch ist der Referenzwert für Vitamin D?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt bei fehlender körpereigener Vitamin-D-Bildung einen Referenzwert von 20 µg Vitamin D pro Tag für Jugendliche und Erwachsene an.

Wichtig: Dieser Wert gilt unter der Annahme, dass der Körper selbst kein Vitamin D über die Haut bildet. Er ist daher nicht automatisch als Empfehlung zur täglichen Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels zu verstehen.

Die tatsächliche Vitamin-D-Versorgung kann individuell sehr unterschiedlich sein.

Braucht jeder im Winter ein Vitamin-D-Präparat?

Nein, eine pauschale Empfehlung für alle Menschen ist nicht sinnvoll.

Ob eine zusätzliche Vitamin-D-Zufuhr erforderlich ist, hängt unter anderem von der individuellen Versorgung und den persönlichen Lebensumständen ab.

Besondere Aufmerksamkeit kann beispielsweise bei Menschen sinnvoll sein, die nur sehr wenig Zeit im Freien verbringen oder deren körpereigene Vitamin-D-Bildung aus anderen Gründen eingeschränkt ist.

Wer wissen möchte, wie die eigene Vitamin-D-Versorgung einzuschätzen ist, sollte dies mit einer Ärztin oder einem Arzt besprechen.

Ist eine hohe Dosierung automatisch besser?

Nein.

Bei Nahrungsergänzungsmitteln gilt nicht grundsätzlich: je höher die Dosierung, desto besser.

Vitamin D ist fettlöslich und kann im Körper gespeichert werden. Eine dauerhaft überhöhte Aufnahme sollte deshalb vermieden werden.

Besonders bei hoch dosierten Präparaten ist eine Einnahme ohne entsprechende fachliche Empfehlung nicht ratsam.

Deshalb sollten immer die angegebene Verzehrempfehlung und die Hinweise auf dem jeweiligen Produkt beachtet werden.

Vitamin D und Sonne: Mehr ist nicht immer besser

Sonnenlicht ist für die körpereigene Vitamin-D-Bildung wichtig. Das bedeutet jedoch nicht, dass lange oder intensive Sonnenbäder empfohlen werden sollten.

Ein Sonnenbrand sollte grundsätzlich vermieden werden.

Wie viel Sonnenlicht für die Vitamin-D-Bildung benötigt wird, hängt unter anderem von Hauttyp, Jahreszeit, Tageszeit und geografischer Lage ab.

Die Vitamin-D-Bildung ist daher kein Grund, auf einen angemessenen Sonnenschutz zu verzichten.

Vitamin D im Herbst und Winter – kurz zusammengefasst

Vitamin D nimmt eine besondere Stellung unter den Vitaminen ein, da der Körper es mithilfe von Sonnenlicht selbst bilden kann.

In Deutschland ist die körpereigene Bildung in den Monaten Oktober bis März aufgrund der geringeren UVB-Strahlung deutlich eingeschränkt. Gleichzeitig kann der Körper in den sonnenreicheren Monaten Vitamin-D-Speicher aufbauen, die zur Versorgung im Winter beitragen.

Vitamin D trägt unter anderem zur normalen Funktion des Immunsystems sowie zur Erhaltung normaler Knochen und einer normalen Muskelfunktion bei.

Ob eine zusätzliche Zufuhr sinnvoll ist, sollte jedoch immer individuell betrachtet werden. Eine hohe Dosierung ist nicht automatisch besser.

Häufige Fragen zu Vitamin D

Warum spricht man besonders im Winter über Vitamin D?

Weil die UVB-Strahlung in Deutschland während der sonnenarmen Monate nicht ausreicht, um über die Haut in gleichem Maße Vitamin D zu bilden wie in den sonnenreicheren Monaten.

Kann der Körper Vitamin D speichern?

Ja. Vitamin D kann unter anderem im Fett- und Muskelgewebe gespeichert werden und damit zur Versorgung in sonnenärmeren Zeiten beitragen.

Welche Lebensmittel enthalten Vitamin D?

Vitamin D kommt natürlicherweise nur in einer begrenzten Anzahl von Lebensmitteln vor. Dazu zählen insbesondere fettreiche Fischarten, Eigelb und einige Speisepilze.

Ist mehr Vitamin D immer besser?

Nein. Eine unnötig hohe und langfristige Zufuhr sollte vermieden werden. Bei hoch dosierten Präparaten sollte insbesondere auf eine fachlich abgestimmte Anwendung geachtet werden.

Welche Funktionen hat Vitamin D?

Vitamin D trägt unter anderem zu einer normalen Funktion des Immunsystems, zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne sowie zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion bei.