Zinkcitrat oder Zinkpicolinat – wo liegt der Unterschied?

Zinkcitrat oder Zinkpicolinat – wo liegt der Unterschied?

Zinkcitrat oder Zinkpicolinat – wo liegt der Unterschied?

Zink gehört zu den essenziellen Spurenelementen und ist Bestandteil vieler Nahrungsergänzungsmittel. Wer nach einem Zinkprodukt sucht, stößt jedoch schnell auf verschiedene Formen – zum Beispiel Zinkcitrat oder Zinkpicolinat.

Doch was ist eigentlich der Unterschied?

Die kurze Antwort: Beide Produkte liefern Zink. Der Unterschied liegt vor allem in der chemischen Verbindung, in der das Zink enthalten ist.

Deshalb sollte man nicht nur auf die große Milligramm-Angabe auf der Vorderseite schauen, sondern vor allem auf die tatsächliche Zinkmenge pro Tagesportion und die Verzehrempfehlung.

Was ist Zinkcitrat?

Bei Zinkcitrat ist Zink an Citrat gebunden.

Bioherba bietet Zinkcitrat 90 mg – 100 Kapseln an. Die aktuelle Verzehrempfehlung lautet:

1-mal täglich 1 Kapsel mit ausreichend Wasser einnehmen.

Zink trägt unter anderem:

  • zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei;
  • dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Was ist Zinkpicolinat?

Bei Zinkpicolinat ist Zink an Picolinsäure gebunden.

Das Bioherba Zinkpicolinat 50 mg – 100 Kapseln wird laut aktueller Produktinformation einmal täglich mit Wasser zu einer Mahlzeit eingenommen. Die Tagesportion von einer Kapsel enthält 10 mg Zink.

Zink trägt unter anderem:

  • zur Erhaltung normaler Haut, Haare und Nägel bei;
  • dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen;
  • zu einem normalen Säure-Basen-Stoffwechsel bei.

Zinkcitrat oder Zinkpicolinat – was ist der wichtigste Unterschied?

Der wichtigste Unterschied ist die Zinkverbindung:

Zinkcitrat = Zink + Citrat

Zinkpicolinat = Zink + Picolinsäure

Beide Formen dienen als Zinkquelle.

Wichtig ist aber: Die Angaben 90 mg und 50 mg auf der Vorderseite dürfen nicht einfach direkt miteinander verglichen werden.

Sie beziehen sich auf die jeweilige Verbindung und sagen nicht automatisch, wie viel elementares Zink tatsächlich in der Tagesportion enthalten ist.

Beim Bioherba Zinkpicolinat sind beispielsweise 10 mg Zink pro Tagesportion ausgewiesen.

Merke: Beim Vergleich zuerst die tatsächliche Zinkmenge pro Tagesportion prüfen – und erst danach die Zinkform.

Welche Zinkform ist besser?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht.

Zinkcitrat ist nicht automatisch „besser“ als Zinkpicolinat und umgekehrt.

Für die Auswahl sind vielmehr diese Fragen sinnvoll:

  • Wie viel Zink liefert die Tagesportion?
  • Wie lautet die Verzehrempfehlung?
  • Welche anderen Nahrungsergänzungsmittel nehme ich bereits?
  • Welche Form passt besser zu meiner täglichen Routine?

Mehr Milligramm auf der Verpackung bedeuten also nicht automatisch ein stärkeres oder besseres Produkt.

Warum braucht der Körper Zink?

Zink ist ein essenzielles Spurenelement und erfüllt verschiedene normale Funktionen im Körper.

Zu den in der EU zugelassenen Health Claims gehören unter anderem:

Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

Zink trägt zur Erhaltung normaler Haut, Haare und Nägel bei.

Zink trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Zink trägt zu einem normalen Säure-Basen-Stoffwechsel bei.

Diese Aussagen beschreiben normale physiologische Funktionen und sind keine Aussagen über die Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten.


Kann man mehrere zinkhaltige Nahrungsergänzungsmittel kombinieren?

Dabei sollte die gesamte zusätzliche Zinkzufuhr berücksichtigt werden. Wer mehrere Produkte verwendet oder regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte die Angaben auf den Etiketten vergleichen und bei Unsicherheit ärztlichen oder pharmazeutischen Rat einholen.